30 E-Lastwagen, ein Ziel

Pistor elektrifiziert ihre Logistik – und verbindet Klimaschutz mit Kostenbewusstsein. 30 von 109 Lastwagen fahren bereits elektrisch, bis 2030 soll es jeder zweite sein. Mit 15 Millionen Franken und der Bahn als Partner nimmt der Grosshändler weiter Fahrt auf.


Teile diesen Artikel:

30 E-Lastwagen, ein Ziel

Wenn die Logistik die Kurve kriegt

Ein Lastwagen nach dem anderen, aber immer weniger Abgase: Pistor hat ihren 30. Elektro-Lastwagen in Betrieb genommen. Der Iveco S-eWay steht für eine Logistik, die nicht nur grüner, sondern auch wirtschaftlicher werden soll. Allein dieses Jahr kamen elf E-Trucks hinzu. Die Flotte wächst – und mit ihr der Anspruch des Lebensmittelgrosshändlers.

Pistor beliefert Bäckereien, Gastronomiebetriebe, Spitäler und Heime. Bis 2030 soll mindestens jeder zweite der insgesamt 109 firmeneigenen Lastwagen elektrisch fahren. Dafür sind weitere rund 15 Millionen Franken vorgesehen. CEO Patrick Lobsiger rechnet ab dann mit jährlichen Einsparungen von 1600 Tonnen CO₂-Äquivalenten.

Der ökologische Fussabdruck ist dabei nur die halbe Rechnung. Elektro-Lastwagen verursachen laut Lobsiger im Betrieb und Unterhalt geringere Kosten als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach nachhaltigen Lieferketten. Klimaschutz wird so auch zum Wettbewerbsvorteil.

Die Schiene liefert den zweiten Hebel: Waren für die West- und Ostschweiz gelangen nachts per Bahn nach den Zweigstellen Chavornay und Sennwald. Das spart jährlich eine Million Strassenkilometer und 14,5 Millionen Nettotonnenkilometer. Am frühen Morgen übernehmen Lastwagen die Feinverteilung.

Pistors Strategie reicht über Antrieb und Transport hinaus. Auch die Entwicklung der Mitarbeitenden und mehr Verantwortung entlang der Lieferkette gehören dazu. Die Botschaft: Nachhaltigkeit soll kein teurer Umweg sein, sondern Teil einer wirtschaftlich tragfähigen Route.


Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 6 und 4.