Electra öffnet seine Lade-App für 800'000 Ladepunkte in Europa

Electra erweitert seine App zur europaweiten Ladeplattform und wird zum eMobility Service Provider (eMSP). Nutzer erhalten Zugang zu rund 800'000 öffentlichen Ladepunkten in Europa, davon über 15'000 in der Schweiz. Im Fokus stehen transparente Preise, eine einheitliche Ladekarte und intelligente Ladeempfehlungen in Echtzeit.


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Electra öffnet seine Lade-App für 800'000 Ladepunkte in Europa

Electra baut sein Angebot für Fahrer von Elektrofahrzeugen aus. Seit Ende Juni fungiert das Unternehmen als eMobility Service Provider (eMSP) und ermöglicht über seine App den Zugang zu rund 800'000 öffentlichen Ladepunkten in Europa. In der Schweiz stehen mehr als 15'000 Ladepunkte verschiedener Ladenetzbetreiber zur Verfügung.

Mit dem Ausbau entwickelt sich die bisher auf das eigene Schnellladenetz ausgerichtete App zu einer netzübergreifenden Mobilitätsplattform. Nutzer können Ladepunkte suchen, vergleichen und den Ladevorgang direkt über die Electra-App oder die Electra-Ladekarte starten. An den eigenen Schnellladestationen unterstützt das Unternehmen zudem die Autocharge-Funktion, bei der der Ladevorgang nach dem Einstecken des Fahrzeugs automatisch beginnt.

Ein zentrales Element des neuen Angebots ist die Preisgestaltung. Electra verzichtet nach eigenen Angaben auf zusätzliche Roaming-Gebühren. Der Ladepreis wird vor Beginn des Ladevorgangs angezeigt und bleibt während der gesamten Sitzung unverändert. Damit will das Unternehmen mehr Transparenz in einen Markt bringen, der häufig von unterschiedlichen Tarifen und Preisaufschlägen geprägt ist.

Neu übernimmt die App auch die Rolle eines digitalen Ladeassistenten. Statt lediglich verfügbare Ladepunkte aufzulisten, bewertet ein Algorithmus Faktoren wie Ladeleistung, aktuelle Verfügbarkeit, technische Zuverlässigkeit, Standort und Preis. Auf dieser Basis wird der aus Sicht des Systems am besten geeignete Ladepunkt vorgeschlagen. Eigene Präferenzen wie Preis, Entfernung oder Ladeleistung können dabei berücksichtigt werden.

Electra baut parallel auch sein eigenes Schnellladenetz weiter aus. Bis Ende 2026 soll dieses in der Schweiz auf mehr als 45 Standorte wachsen. Bereits heute zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben zu den grössten Anbietern von Schnellladeinfrastruktur in den Städten Zürich und Bern.


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