Neues Forschungs- und Entwicklungs-Testgelände stärkt die Mobilität der Zukunft

Scania eröffnet heute das neue Testgelände für Forschung und Entwicklung (F&E) in Södertälje. Mit einer Investition von rund 975 Millionen SEK (etwa 81 Millionen CHF) stärkt die 85 Hektar grosse Anlage die Forschungs- und Entwicklungskompetenz der TRATON GROUP. Sie ermöglicht es, künftige Transportlösungen unter kontrollierten und realitätsnahen Bedingungen zu entwickeln, zu testen und zu validieren.


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Neues Forschungs- und Entwicklungs-Testgelände stärkt die Mobilität der Zukunft

Das neue Gelände umfasst 13 Kilometer asphaltierte Strassen und 4 Kilometer Schotterstrassen. Es ist auf Tests in den Bereichen Elektrifizierung, autonome Systeme, Sicherheit, Fahrdynamik und konventionelle Technologien ausgelegt.

«Der Wandel im Transportwesen verlangt, dass wir unsere Kompetenzen für die Entwicklung und Validierung neuer Technologien laufend stärken. Mit dieser Investition schaffen wir die Fähigkeiten, die wir für die Zukunft brauchen. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass unsere Lösungen die Sicherheit, Qualität und Leistung bieten, die unsere Kundinnen und Kunden erwarten», sagt Christian Levin, Präsident und CEO der TRATON GROUP und von Scania.

Eingeweiht wurde das F&E-Testgelände am 19. Oktober auf die Weise, für die es gebaut wurde: mit Fahrzeugen auf der Teststrecke. Statt eines traditionellen Durchschneidens des Eröffnungsbands fuhren verschiedene Fahrzeuge auf das Gelände. Sie repräsentierten die Vielfalt an Technologien und Anwendungen, die dort künftig erprobt werden.

Das Testgelände ermöglicht Prüfungen, für die bisher externe Anlagen nötig waren. Grosszügige, speziell angelegte Flächen eignen sich für Fahrdynamiktests. Abgetrennte Bereiche lassen sich für Szenarien zur aktiven Sicherheit und zum autonomen Fahren mit unterschiedlichen Komplexitätsstufen einrichten.

«Neue Technologien schaffen erst dann einen Mehrwert, wenn sie sich in der Praxis bewähren. Auf dem F&E-Testgelände können unsere Ingenieurinnen und Ingenieure Lösungen unter anspruchsvollen Bedingungen umfassender testen, weiterentwickeln und validieren. So stärken wir unsere Fähigkeit, Innovationen in Lösungen zu überführen, die unseren Kundinnen und Kunden konkreten Nutzen bringen», sagt Sara Forsberg, CTO und Leiterin Brand Identity Development bei Scania.

Für die Sicherheitsentwicklung verfügt die Anlage über drei bewässerbare Bremsstrecken mit unterschiedlichen Reibwerten: Asphalt, Beton und Basaltplatten. Damit lassen sich Bremsmanöver testen, bei denen die Räder auf den beiden Fahrzeugseiten unterschiedlich viel Grip haben. Der Basaltabschnitt enthält zudem eine Kurve für Bremsversuche während der Kurvenfahrt.

Die Anlage bietet flexible Bedingungen für Tests moderner Fahrerassistenzsysteme wie Notbremsassistent, Spurunterstützung und Totwinkelwarnung. Für autonome Transportlösungen können die Ingenieurinnen und Ingenieure realitätsnahe Verkehrssituationen aufbauen und deren Komplexität schrittweise erhöhen.

Damit Testergebnisse über längere Zeit vergleichbar bleiben, ist die Wiederholbarkeit ein zentrales Element der Fahrzeugentwicklung. Der Strassenbelag wurde auf eine lange Lebensdauer und die nötige Ebenheit ausgelegt; dazu gehören auch überhöhte Kurven. Mit Steigungen von bis zu 22 Prozent nehmen die Fahrerinnen und Fahrer die Strecke als gerade wahr, obwohl sie oval gebaut ist – so entsteht eine Art endlose Autobahn.

Das neue Gelände ergänzt die Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der TRATON GROUP. «Fortschrittliche Test- und Validierungsmöglichkeiten werden immer wichtiger, während wir die nächste Generation von Transportlösungen entwickeln. Das F&E-Testgelände ist eine bedeutende Ergänzung unserer Infrastruktur und stärkt unsere Fähigkeit, neue Technologien in bewährte Lösungen zu überführen», sagt Niklas Klingenberg, Leiter Group R&D bei der TRATON GROUP.

Natur und Biodiversität wurden bei der Gestaltung des Areals berücksichtigt. Das Bauprojekt zielte darauf ab, den Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung zu reduzieren. Durch Bauentscheidungen wie den Einsatz von ECO-Asphalt und HVO100 für Transporte wurden rund 30’900 Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden.

 

Fakten zum F&E-Testgelände

Standort Södertälje, Schweden
Investition Ca. 975 Mio. SEK (etwa 81 Mio. CHF)
Fläche Ca. 85 Hektar (850’000 m²)

Asphaltierte Strassen 13 km
Schotterstrassen 4 km
Asphaltierte Testflächen 230’000 m²
Schotterflächen 54’000 m²
Zweck Entwicklung, Erprobung und Validierung
künftiger Transportlösungen
Technologiebereiche Elektrifizierung, autonome Systeme, Sicherheit, Fahrdynamik und konventionelle Technologien

 

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Veronica Nilsson, Public Relations Manager, Scania Group
E-Mail: Veronica.nilsson@scania.com

 


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