68'040 Staustunden sind ein Alarmsignal: strasseschweiz fordert rasches politisches Handeln

Der publizierte "Verkehrsflussbericht 2025: Nationalstrassennetz zunehmend ausgelastet" belegt einen drastischen Anstieg der Staus auf den Nationalstrassen. Angesichts dieser Zahlen und der weiteren Verkehrswachstumsprognosen aus der Vernehmlassungsvorlage "Verkehr '45" ortet strasseschweiz einen grossen verkehrs- und wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf. Der Verband fordert dringend eine leistungsfähige Strasseninfrastruktur.


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68'040 Staustunden sind ein Alarmsignal: strasseschweiz fordert rasches politisches Handeln

Im Jahr 2025 wurden rund 30 Milliarden Fahrzeugkilometer auf dem Nationalstrassennetz zurückgelegt. Dabei entfallen rund 25 Milliarden Kilometer auf Personenwagen. Auch der Güterverkehr ist stark auf die Nationalstrassen angewiesen: Mehr als 70 Prozent des strassenseitigen schweren Güververkehrs wurden über das Nationalstrassennetz abgewickelt.

Die Zahlen des ASTRA sind alarmierend: Im Jahr 2025 verzeichneten die Nationalstrassen 68'040 Staustunden, was einem massiven Anstieg von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Rund 89 Prozent dieser Staus sind schlicht auf Verkehrsüberlastung zurückzuführen. Unsere Strassen sind am Anschlag. Der Stau ist vielerorts zum Dauerzustand geworden.

Diese Situation wird sich in Zukunft noch deutlich verschärfen. Gemäss der Vernehmlassungsvorlage "Verkehr '45" wird bis zum Jahr 2050 auf den Nationalstrassen ein weiteres Verkehrswachstum von 10 Prozent im Personenverkehr erwartet. Der Güterverkehr soll im gleichen Zeitraum um 31 Prozent wachsen, wobei der Lieferwagenverkehr mit einer Zunahme von 58 Prozent besonders stark ins Gewicht fällt.

Unhaltbare Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft
Für strasseschweiz ist eine solche Rekordzahl an Staustunden nicht tolerabel. Die chronische Überlastung führt unweigerlich dazu, dass der Verkehr auf die Kantons- und Gemeindestrassen ausweicht. Dieser Ausweichverkehr belastet die Bevölkerung in den Dörfern und Agglomerationen enorm. Gleichzeitig entstehen der Wirtschaft durch unberechenbare Reisezeiten und ineffiziente Transportketten massive volkswirtschaftliche Schäden.

Daraus ergibt sich ein verkehrs- und wirtschaftspolitisch grosser Handlungsbedarf. Um das prognostizierte Verkehrswachstum zu bewältigen, unterstreicht strasseschweiz, wie wichtig eine leistungsfähige Strasseninfrastruktur für unser Land ist. Gezielte Ausbauten sind jetzt zwingend notwendig, um die Schweizer Wirtschaft zu stärken und die Lebensqualität in den Gemeinden vor dem Verkehrskollaps zu schützen.


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