Batterien reparieren

In Norwegen haben das Schweizerische Unternehmen YES-EU und das chinesische CATL ein neues Batterie-Servicezentrum eröffnet. Die eingeführte Technik ermöglicht gezielte Reparaturen statt den teureren Komplettwechsel von Hochvoltbatterien und verlängert deren Lebensdauer. Für den Schweizer Markt eröffnet sich neue Perspektiven für Flottenbetreiber, Leasingfirmen und Versicherer.


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Batterien reparieren

Mehr reparieren, weniger ersetzen ist die Devise: YES-EU, mit Hauptsitz in der Schweiz, baut sein europäisches Serviceangebot für Hochvoltbatterien gemeinsam mit CATL aus. In Oslo wurde ein über 10’000 Quadratmeter grosses Servicezentrum eröffnet. Es dient der Diagnose, Reparatur und Betreuung von Batterien über ihren gesamten Lebenszyklus sowie der praktischen Ausbildung und zertifizierten Instandsetzung.

Die Partnerschaft besteht seit 2018. Das chinesische Unternehmen CATL liefert Batterietechnologie und Know-how, YES-EU bringt sein europäisches Servicenetz und die operative Erfahrung ein. Der entscheidende Ansatz: Ist eine Batterie beschädigt, muss nicht automatisch das gesamte Paket ersetzt werden. Wo technisch möglich, lassen sich defekte Komponenten oder Module gezielt reparieren oder austauschen. Das kann Reparatur- und Versicherungskosten senken, die Nutzungsdauer verlängern und wertvolle Materialien schonen.

YES-EU hat mit 200 Mitarbeitern bisher etwa 1’800 Batterieeinsätze ausgeführt. Künftig will das Unternehmen in mehr als 20 Ländern präsent sein und europaweit 100 Reparaturwerkstätten für Batterien aufbauen. Derzeit ist ein vollelektrischer Lastwagen mit 600 bis 1’013 kWh Batteriekapazität in Erprobung – entwickelt mit Blick auf die nordischen Märkte.

Die Idee von Batterie-Reparatur statt Austausch ist auch für die Schweiz relevant: Mit der zunehmenden Zahl an Elektro-Lastwagen und Elektrobussen wächst der Bedarf an Reparaturdiensten für Hochvoltsysteme.

 


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