Die Feststoffbatterie im Doppelpack: BYD und CATL visieren Piloten 2027 an

Noch haben die Feststoffbatterien die Erprobungsphase nicht hinter sich. Unabhängig voneinander streben aber die chinesischen Hersteller CATL und BYD jeweils Pilotversuche auf der Strasse im Jahr 2027. Der Durchbruch dieser als revolutionär eingestuften Technik dürfte aber trotz der jüngsten Automobil-Partnerschaft von BYD mit Paris St. Germain vom 16.07.2026 auf sich warten lassen.


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Die Feststoffbatterie im Doppelpack: BYD und CATL visieren Piloten 2027 an

Sie gelten als der letzte Schrei der Elektromobilität: Festkörperzellen könnten eine höhere Energiedichte ermöglichen und damit bei gleichem Batteriegewicht mehr Reichweite bieten – oder umgekehrt leichtere Akkupakete ermöglichen. Die chinesischen Hersteller CATL und BYD liegen im Wettrennen um die Marktreife von Festkörperbatterien offenbar nahezu gleichauf und wollen ab 2027 erste Festkörperbatterien in kleinen Stückzahlen einsetzen. Eine industrielle Grossserienfertigung erwarten beide Unternehmen jedoch erst nach 2030.

CATL sieht die Entwicklung noch deutlich vor diesem Ziel. Unternehmenschef Robin Zeng stufte den technologischen Reifegrad zuletzt lediglich auf Stufe vier einer neunstufigen Skala ein. Herausforderungen bestehen unter anderem bei Haltbarkeit, Sicherheit, Fertigung und Kosten. Eine Produktion von Millionen Zellen für Fahrzeuge sei vor 2030 daher kaum realistisch.

Auch BYD setzt zunächst auf Demonstrationsprojekte und Kleinserien. Zum Einsatz kommen vor allem sulfidbasierte Festelektrolyte. Das Potenzial der Technologie ist gross: höhere Energiedichten und damit mehr Reichweite gelten als wichtige Vorteile. Die ersten Anwendungen dürften allerdings vor allem in teureren Elektrofahrzeugen zu finden sein.

Für den Massenmarkt könnte die Entwicklung deshalb anders verlaufen als vielfach erwartet. BYD weist darauf hin, dass Festkörperzellen nicht für jedes Fahrzeug zwingend die beste Lösung sein müssen. Gleichzeitig verbessern sich konventionelle Lithium-Ionen-Batterien laufend. Besonders LFP-Zellen verbinden niedrige Kosten mit zunehmend hoher Reichweite und verbesserten Ladeleistungen. Wahrscheinlicher als eine Ablösung bestehender Technologien ist daher ein Nebeneinander verschiedener Batteriechemien – abhängig von Preis, Reichweite und Fahrzeugklasse.


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