Schwere Nutzfahrzeuge: Klassenziel erreicht

Die Schweizer Importeure haben die neuen CO₂-Vorgaben für schwere Nutzfahrzeuge 2025 weitgehend eingehalten. Dazu beigetragen hat vor allem der hohe Anteil rein elektrisch betriebener LKW. Nur ein Grossimporteur verfehlte sein Ziel – die Sanktionen belaufen sich auf rund 303’000 CHF.


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Schwere Nutzfahrzeuge: Klassenziel erreicht

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat die Vollzugsresultate der seit 2025 in der Schweiz bestehenden CO₂-Vorschriften auch für neu zugelassene schwere Nutzfahrzeuge veröffentlicht. Die Bilanz der ersten Berichtsperiode fällt für die Importeure insgesamt positiv aus: Von 13 Grossimporteuren mit mindestens fünf Fahrzeugen in der Flotte verfehlte lediglich einer seine Zielvorgabe.

Ein wesentlicher Grund dafür steckt unter der Kabine: Strom. 2025 war rund jedes fünfte neu zugelassene schwere Nutzfahrzeug, das unter die Vorschriften fällt, rein elektrisch unterwegs. Der Anteil der E-LKW lag bei 20,8 Prozent und damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Einige Importeure konnten ihre individuellen CO₂-Ziele dank des hohen Elektroanteils sogar deutlich unterschreiten.

Insgesamt wurden 2025 in der Schweiz rund 6300 schwere Nutzfahrzeuge neu zugelassen, dazu kamen rund 30 im Fürstentum Liechtenstein. Etwa 2000 Fahrzeuge unterlagen den neuen CO₂-Vorschriften. Rund 1950 davon entfielen auf die 13 Grossimporteure, während sich die übrigen rund 50 Fahrzeuge auf kleinere Importeure verteilten.

Die Konsequenz fällt finanziell vergleichsweise überschaubar aus: Insgesamt werden rund 303’000 Franken an Sanktionen fällig. Das Geld fliesst – wie die entsprechenden Sanktionen bei Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen – in den Schweizer Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF).

Die erste Bilanz zeigt damit: Beim schweren Güterverkehr kommt die Elektrifizierung schneller voran als im europäischen Vergleich. Ob sich dieser Trend fortsetzt, wird sich mit den kommenden Berichtsperioden zeigen.


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