Silberstreif am Horizont: Schweizer Nutzfahrzeugmarkt legt zu

Der Schweizer Nutzfahrzeugmarkt ist im ersten Halbjahr 2026 gewachsen und entwickelt sich dynamischer als der Personenwagenmarkt. Vor allem schwere Lastwagen und Personentransportfahrzeuge verzeichnen steigende Zulassungszahlen. Gleichzeitig nimmt der Anteil elektrisch angetriebener Fahrzeuge weiter zu.


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Silberstreif am Horizont: Schweizer Nutzfahrzeugmarkt legt zu

Der Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge hat im ersten Halbjahr 2026 an Dynamik gewonnen. Insgesamt wurden 19'597 leichte und schwere Sachentransportfahrzeuge sowie Personentransportfahrzeuge neu immatrikuliert. Das entspricht einem Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit entwickelte sich das Segment besser als der Markt für Personenwagen.

Besonders deutlich fiel das Wachstum bei den schweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen aus. Mit 2'155 Neuzulassungen legte dieses Segment um 9,2 Prozent zu. Auch Personentransportfahrzeuge – darunter Busse, Cars, Kleinbusse und Wohnmobile – verzeichneten mit 3'206 Fahrzeugen ein Plus von 4,2 Prozent. Die leichten Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen erreichten 14'236 Neuzulassungen und wuchsen um 5,1 Prozent.

Nach Einschätzung von auto-schweiz holen zahlreiche Unternehmen derzeit aufgeschobene Investitionen nach. Trotz weiterhin bestehender wirtschaftlicher Unsicherheiten würden Flotten dort erneuert, wo sich neue Fahrzeuge betrieblich und wirtschaftlich rechneten. Gleichzeitig fordert der Branchenverband stabile politische Rahmenbedingungen, um Investitionen in alternative Antriebe langfristig planbar zu machen.

Bei den schweren Lastwagen setzt sich die Elektrifizierung weiter fort. Im ersten Halbjahr entfielen bereits 26,3 Prozent der Neuzulassungen auf batterieelektrische Fahrzeuge. Damit fährt inzwischen mehr als jeder vierte neu zugelassene Lastwagen in diesem Segment vollelektrisch. Deutlich zurückhaltender entwickelt sich dagegen der Markt der leichten Nutzfahrzeuge, wo Elektrofahrzeuge einen Anteil von 13,9 Prozent erreichen.

Mit Blick auf die angekündigten Anpassungen der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) bleibt abzuwarten, ob sich die positive Entwicklung bei den emissionsarmen Nutzfahrzeugen fortsetzen wird. Für die Transportbranche dürfte die Wirtschaftlichkeit alternativer Antriebe auch künftig der entscheidende Faktor für weitere Investitionen bleiben.


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