Studie zu E-Auto-Batterien: Lebensdauer wird unterschätzt

Eine neue Analyse von Arval stellt gängige Zweifel an der Haltbarkeit von E-Auto-Batterien infrage. Die Daten zeigen eine überraschend geringe Alterung über viele Jahre hinweg. Das könnte dem E-Gebrauchtwagenmarkt zusätzlichen Schub geben. Das Unternehmen Arval bietet Full-Service-Fahrzeugleasing und Flottenmanagement an, wurde 1989 gegründet und gehört zur BNP Paribas Gruppe.


Teile diesen Artikel:

Studie zu E-Auto-Batterien: Lebensdauer wird unterschätzt

Elektroauto-Batterien halten länger als vielfach angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Auswertung von Arval, basierend auf 24’000 sogenannten State-of-Health-Zertifikaten (SoH) aus elf europäischen Ländern. Die Stichprobe ist deutlich grösser als in früheren Analysen und erlaubt präzisere Aussagen zur Alterung von Batterien.

Die Ergebnisse zeichnen ein konsistentes Bild: Nach durchschnittlich 70’000 Kilometern liegt die verbleibende Batteriekapazität bei rund 93 Prozent. Selbst nach 160’000 Kilometern oder etwa sechs Jahren Nutzung bleibt der Wert im Schnitt über 90 Prozent. Die Abnutzung verläuft dabei langsam und relativ gleichmässig – nach einem leichten anfänglichen Rückgang verliert die Batterie etwa ein Prozent pro 25’000 Kilometer.

Auch Unterschiede zwischen Fahrzeuggenerationen werden sichtbar. Neuere Modelle schneiden leicht besser ab, was auf Fortschritte bei Zelltechnologie, Kühlung und Energiemanagement zurückgeführt wird. Insgesamt deutet die Analyse darauf hin, dass viele Vorbehalte gegenüber gebrauchten Elektroautos eher auf Wahrnehmung als auf belastbaren Daten beruhen.

Für den Markt könnte das relevant sein: Transparente Informationen zum Batteriezustand gelten als Schlüssel für Vertrauen beim Kauf gebrauchter E-Fahrzeuge. Künftig dürften regulatorische Vorgaben diesen Trend verstärken. Mit der Einführung neuer EU-Regeln sollen Batteriezustand und -historie standardisiert ausgewiesen werden – unter anderem über ein sogenanntes Batteriepass-System.

Arval positioniert sich dabei als Anbieter entsprechender Zertifizierungen und arbeitet mit unabhängigen Prüfstellen zusammen. Insgesamt wurden bereits mehr als 30’000 solcher Zertifikate erstellt. Die aktuelle Analyse basiert auf Fahrzeugen aus rund 30 Marken, die zwischen 2023 und 2025 im Einsatz waren.


Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 4 und 9?